Besuch aus der Schweiz

Endlich war es soweit und ich konnte den ersten Besucher auf meiner Reise begrüssen. Es wurde wie vermutet eine sehr strenge Woche. Casino, Afrojack, Canadiens Spiel und Studentenparty sind nur einige der vielen Highlights dieser Woche. Natürlich haben wir am Tag auch die Stadt ausgiebig erkundet und ich konnte ihm die Sehenswürdigkeiten, welche ich bereits kannte zeigen.
Ausserdem fand ich in der letzten Woche noch ein Tablet in der U-Bahn. Ganz nach dem Motto „ehrlich währt am längsten“ habe ich es natürlich am gleichen Tag beim Fundbüro abgeben und hoffe, dass es zum rechtmässigen Besitzer gelangt.

PS.: Ich entschuldige mich für die zum Teil schlechte Qualität der Bilder – leider wurden diese nur mit einem iPhone 5 und oft bei schlechten Lichtverhältnissen aufgenommen 😉

Jetzt wird es aber endgültig Zeit meine weitere Reise zu planen. Ich plane momentan von Montréal aus mit Bus, Zug und Auto bis an die Westküste nach Seattle zu gelangen. Die knapp 5500 Kilometer lange Strecke sollte in 4 Wochen zu machen sein. Sie wird mich durch unendliche Wälder, riesige Städte, hohe Berge und schliesslich an den Pazifik führen.

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Jardin Botanique und Ottawa

Natürlich will ich mir in Montréal auch die kulturellen Sehenswürdigkeiten ansehen. Nachdem bereits der Blick über den Botanischen Garten berichtet hatte entschlossen wir uns diesen ebenfalls anzusehen. Leider kamen wir etwas zu spät an und mussten uns extrem beeilen um den ganzen Park zu sehen. Bei Dunkelheit sollte es noch eine Lichtshow geben, leider hatten wir das etwas falsch verstanden. Anstatt einer atemberaubenden Lasershow mit Feuerspeienden Drachen etc. wurde nur ein Wasserfall beleuchtet.

Gleich nach den letzten Prüfungen am Freitag nahm ich den Bus und fuhr in die Hauptstadt von Kanada: Ottawa
Ottawa wurde auf Befehl der Queen Hauptstadt Kanadas, da sich die beiden Metropolen Toronto und Montréal nicht einigen konnten und das Land daran zu zerbrechen drohte.

Ich brauchte bereits am Ticketschalter extrem viel Geduld, bis ich mein Ticket endlich bekam. Die Dame hinter dem Schalter wäre in der Schweiz wahrscheinlich schon ca. 10 Jahre pensioniert. Zu allem übel hatte sie auch noch ihren 1. Tag und hatte keine Ahnung vom System. Zum Glück kenne ich mich nach mehreren Jahren im Büro mit den Programmen von IBM und SAP immer noch sehr gut aus. So kam es, dass ich schlussendlich hinter dem Schalter stand und mein Ticket selber ausdruckte 🙂 Die Dame bot mir danach an, in Zukunft jeweils Freitags die Grammatikprüfungen für mich zu schreiben wenn ich im Gegenzug die Tickets für 2 Stunden ausdrucke. Ich lehnte dankend ab.
In Ottawa angekommen verirrte ich mich zuerst bei strömenden Regen und irrte ca. 2 Stunden durch die Stadt. Mein Ziel das Hostel ohne iPhone zu finden musste ich leider aufgeben. Umso mehr freute ich mich jedoch als ich dann endlich am Ziel ankam. Es war tatsächlich wie im Lonely Planet beschrieben. Ein Gefängnis. Nicht einmal in der Armee nächtigte ich auf so engem Raum. Knapp 8m2 für 4 Personen sind dann schon ein wenig eng. Es war jedoch interessant und unheimlich eine Nacht in einem echten Gefängnis zu verbringen.
Ansonsten hat Ottawa nicht allzu viel zu bieten. Das Parlament und weitere Regierungsgebäude habe ich mir angesehen. Wahrscheinlich wäre es bei schönem Wetter besser gewesen, leider war mir der Regengott bei diesem Ausflug nicht treu und es regnete wie aus Kübeln.

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Canadien Camping

Endlich stand wieder einmal ein Abenteuer auf dem Programm. 2 Tage in einem originalen Kanadischen Summercamp inmitten der Wildnis.
Am Abend versammelte man sich um ein gigantisches Lagerfeuer welches durch Schweizer Unterstützung fast zu einem Waldbrand wurde – ich war schon immer von Feuer fasziniert. Natürlich durften auch Marshmellows und Gitarrenklänge nicht fehlen.
Da es in der Nacht mittlerweile recht kühl wird, verabschiedeten sich die nicht so kälteresistenten Südamerikaner etwas früher. Der harte Kern trotzte der Kälte jedoch bis um 2 Uhr und sorgte dafür, dass das Feuer nicht ausging.

Am nächsten Tag konnte man Bogenschiessen, Klettern und mit einem Kanu auf den See hinausfahren. Natürlich war ich überall mit grossem Einsatz dabei.

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Die Tage in Montréal

Was mache ich eigentlich den ganzen Tag hier? Diese Frage stellten mir viele meiner Bekannten in der letzten Zeit.

Ein normaler Tag sieht so aus:
Um 07:00 Uhr erwache ich oft von alleine. Danach bereite ich mir mein Frühstück zu und  richte mich für die Schule. Meistens habe ich noch Hausaufgaben oder muss etwas für die Schule vorbereiten. Natürlich muss das oft auf den letzten Drücker passieren und wird somit am Morgen vor der Schule erledigt. Um 09:00 Uhr nehme ich die Metro und fahre ins Stadtzentrum wo auch die ALI Schule ist. Danach habe ich meist bis 15:30 Unterricht (DELF Kurs, Grammatik Kurs und Conversations Kurs).
Um fit zu bleiben besuche ich fast täglich das YMCA-Fitnesszenter in der Innenstadt, dort kann man nicht nur die Muskeln trainieren sondern auch schwimmen, Squash- oder Tennisspielen.

Am Abend muss ich meist meine Wäsche waschen, das Geschirr spülen oder das Zimmer aufräumen 🙂 Manchmal treffe ich mich auch noch mit ein paar Freunden und wir kochen zusammen etwas.
An den Wochenenden unternehme ich oft Trips in die Umgebung von Montréal. Auch unter der Woche war ich schon in Museen, Kirchen oder im Kino.

Im Moment bin auch fleissig den weiteren Verlauf der Reise (nach der Schule) am planen. Jedoch endet das meist in einem Fiasko und meine Pläne werfe ich ca. im Minutentakt komplett über den Haufen! Mal schauen wohin es mich nach Montréal zieht.

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Quebec City und Whale Watching Tour

Auch am 2. Wochenende blieb es mir vergönnt in Montreal zu bleiben. Ich organisierte meine eigene Tour nach Quebec City. Nach den nervenaufreibenden ersten 30 Minuten auf der letzten Tour wollte ich mir ähnliches ersparen und zog auf eigene Faust los.

Direkt nach der letzten Prüfung am Freitag nahm ich den nächsten Bus nach Quebec City. Die Fahrt dauerte ca. 4 Stunden und führte grösstenteils am St. Lorenzstrom entlang. In Quebec angekommen checkte ich im Hostel ein. Ich bekam Bett Nr. 5 im Zimmer 205 zugeteilt. Ich schloss jedoch nur kurz mein Gepäck ein um mich danach ins Nachtleben zu stürzen. Man glaubt es kaum aber auch an meinem 3. Wochenende in Folge war ich Gast an einer GayParade! Um von dem ganzen farbigen Trubel ein wenig zu fliehen verkroch ich mich in die einsamste und wahrscheinlich älteste Bar von Quebec City. Den Tipp entnahm ich aus meiner neuen Bibel: Lonely Planet Kanada.
Nach wenigen Minuten kam ich mit einem Amerikaner aus New York ins Gespräch und ca. 5 Bier später fanden wir heraus, dass wir im gleichen Hostel und sogar im gleichen Zimmer wohnen 🙂 Wie klein die Welt doch ist.
Um ca. 12 Uhr war für mich trotz Jazzband Zeit fürs Bett.  Am nächsten Tag habe ich mich mit Derek auf eine Biertour verabredet. Quebec ist bekannt für seine unzähligen Mikrobrauereien. Somit stand auch der 2. Tag in Quebec ganz im Zeichen des Bieres. Nach einem kurzen Spaziergang durch die Stadt und einem überteuerten Drink im „Cheatau de Frontenac“ landeten wir also in der ersten Brauerei. Leider war es auch die letzte. In Quebec hat das Bier bis zu 10% Alkohol und da ich am nächsten Tag eine „Whalewatching“ Tour gebucht hatte, wollte ich nichts riskieren.

Um 08:45 wurde ich also am nächsten Tag vor dem Hostel von einem Bus abgeholt. Die Fahrt sollte ca. 3 Stunden dauern und uns durch die Region „Charlevoix“ führen. Jeder hat mir versichert, dass man zu 95% Wale sichten werde. Ich hatte trotzdem grosse Angst, zu den anderen 5% zu gehören.
Diese Angst war jedoch vollkommen unbegründet. Schon nach wenigen Minuten auf dem Zodiac bekamen wir die ersten schneeweissen Belugas zu sehen. Nach weiteren 10 Minuten tauchten Buckelwale auf und wieder ab. Zum Schluss sahen wir auch noch Blauwale, Finnwale und Seehunde. Leider kam zum Ende der ca. 3 stündigen Zodiac Tour auch meine alte Bekannte wieder zum Vorschein. Die Seekrankheit. Zu allem übel dachte ich wieder einmal ich sei schlauer als der Rest Welt und verzichtete auf lange Hosen. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass man bei knapp 25 Grad frieren kann – jedoch war das Wasser nur leicht über 0 Grad und die Gischt dementsprechend kalt. Den Rest kann man sich ausdenken. Die Rückfahrt war leider nicht mehr so angenehm wie die Hinfahrt und ich war dankbar für den Platz bei der Bustoilette.

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Toronto und Niagara Fälle

Gleich an meinem ersten Wochenende in Montréal nutzte ich die Gelegenheit und buchte meine erste Tour nach Toronto und zu den Niagara Fällen. Um 06:30 wurden wir also vor einem Starbucks in „Old Montréal“ abgeholt. Leider lief nicht alles reibungslos und ich verbrauchte schon vor der Abfahrt meine letzten Nerven. Bis 5 Minuten vor Abfahrt waren wir im falschen Bus.

Danach ging es mit dem Bus ca. 6 Stunden nach Westen.
Auf dem Weg nach Toronto konnte man noch eine Bootstour zu den „1000 Inseln“ buchen. Dank des guten Wetters war es traumhaft mit dem Boot durch den St. Lorenz Strom zu fahren und die verschiedenen Inseln mit den Sommerresidenzen der Milionäre Kanadas zu bestaunen.

Danach ging es weiter nach Toronto. Leider war uns vorher nicht bewusst wie straff das Programm der Tour sein wird. Wir hatten leider nur ca. 40 Minuten in Toronto bevor unser Guide wieder mit einem asiatischen Akzent „GO INTO THE BUS“, „LETS GO“ oder „15 MINUTES LEFT“ schrie. Toronto ist sehr schön, jedoch der totale Gegensatz zu Montréal. Nicht nur sprachlich sondern auch kulturell ist es eher „US-Like“. Aufgrund einer Verabredung mit einer alten Bekannten aus der Schweiz habe ich es leider verpasst den CN-Tower zu erklimmen. Nicht weiter schlimm – ist ja eh nur ein Turm wie jeder andere auch 🙂 Nur ein wenig höher.
Am Abend waren wir so fertig vom langen Tag, dass wir nicht einmal mehr die Kraft hatten um Essen zu gehen – zum Glück gibt es ja Zimmerservice!


Am nächsten Morgen klingelte der Wecker um 05:00. Das Frühstücksbüffet war leider etwas gar mager, jedoch liessen wir uns die Laune dadurch nicht verderben. Das Highlight der Tour war ja noch vor uns. Die älteste Touristenattraktion Weltweit: Die Niagara Fälle.
Es war atemberaubend. Das Getose der Wassermassen und der Lärm waren schlichtweg Gigantisch.

Trotz den anfänglichen Schwierigkeiten und dem stressigen Programm waren es unvergessliche 2 Tage in Ontario.

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Die erste Woche in Montréal

Nun bin ich mittlerweile bereits 1 Woche in Montréal. Ich wohne in einer WG ca. 7 km von der Innenstadt entfernt. Meine Mitbewohner stammen hauptsächlich aus Brasilien und sprechen fast ausschliesslich Französisch (und natürlich Portugiesisch). Dieser Umstand erschwert die Kommunikation im Moment noch ein wenig. Ich versuche jedoch das beste um mein ziemlich eingerostetes Französisch ein wenig wiederzubeleben.
Montréal ist eine sehr schöne Stadt und gleich am ersten Wochenende habe ich eine GayParade sowie ein gratis Livekonzert von Passenger (Video unten) miterlebt.


Das Quebec-Französisch, welches hier gesprochen wird, ist nicht mit unserem „perfekten“ Französisch vergleichbar. Es ist extrem schwierig dem krassen Dialekt nur Ansatzweise zu folgen und ich hoffe das wird sich in der nächsten Zeit erheblich verbessern.

Auch den ersten Einkauf habe ich bereits hinter mich gebracht. Das grösste Problem war die Milch. Es gab gefühlte 1 Million verschiedene Sorten und keine schmeckte wie zu Hause 🙂

Die ersten Schultage sind auch schon passé und ich habe mich wie es scheint nicht nur für Französisch sondern auch intensiv Englisch angemeldet. Wusste ich vorher nicht, passt jedoch für mich. Im Französisch wurde ich auf Level 5 (von 8) eingestuft und erlaubt mir die DELF Klasse zu besuchen. Da die anderen Klassengspänli meist seit gefühlten 2 Jahren in Montréal sind und und dementsprechend bereits seit längerem Französisch lernen fühle ich mich zum Teil ziemlich auf verlorenem Posten.

Das Wetter ist überhaupt nicht wie man es sich in Kanada vorstellt. Es ist schwülheiss und auch in der Nacht sinkt das Thermometer im Zimmer selten unter 23 Grad.

An diesem Wochenende werde ich in Toronto und bei den Niagara-Fällen sein. Ich wünsche euch allen ein erholsames und sonniges Wochenende.

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Abschiedsparty

Um mich Standesgemäss von allen zu verabschieden habe ich an meinem letzten Abend in der Schweiz eine kleine Party organisiert. Das Wetter spielte mit und wir konnten einen feuchtfröhlichen Abend im Tennishaus Schild in Sevelen verbringen. Besten Dank auf diesem Weg dem Tennisclub für das Clubhaus. Ausserdem möchte ich mich bei allen bedanken, die mir in irgendeiner Weise geholfen haben. Ich hoffe es konnten alle den Abend geniessen. Besten Dank für die Geschenke und die schönen letzten Stunden mit Euch!

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Flug nach Montréal

Nun ist es also so weit! Ich befinde mich bereits in Kanada. Nach einer strengen und vor allem viel zu kurzen Nacht (Eintrag von der Abschiedsparty folgt) ging es um 10 Uhr los. Der Abschied fiel mir nicht gerade leicht und auch die eine oder andere Träne wurde verdrückt.
Das Einchecken erledigte ich bereits zu Hause, somit musste ich nur noch meinen XXL Backpack aufgeben. Im Flieger erlebte ich bereits die erste positive Überraschung! Notausgangplatz und somit Beinfreiheit!
Im Grossen und Ganzen war der Flug sehr entspannend und ich konnte sogar ein paar Stunden schlafen.
Nach der Landung musste ich mich offiziell beim „Immigration Office“ melden. Nach ca. 1 Stunde Wartezeit erhielt ich mein Visum um offiziell in Kanada zu arbeiten und in die Schule zu gehen. Leider war ich so müde, dass ich nicht einmal das Traumwetter in Montréal geniessen konnte.

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Herzlich Willkommen

Hallo zusammen,

Herzlich Willkommen auf meinem Blog. Ich werde so oft wie möglich über meine Reise berichten und euch somit mit Bild und Text auf dem Laufenden halten. Wie die meisten wissen (andere auch nicht), bin ich mehr Sprachrohr als Schriftsteller. Somit werden die Texte nicht unmenschliche Dimensionen annehmen. Damit ihr nichts von mir verpasst, könnt ihr meine Beiträge mittels eurer E-Mail Adresse auf der rechten Seite abonnieren.

Im moment bin ich gerade dabei meine Abschiedsparty zu organisieren. Auch das Packen beschäftigt mich aktuell noch ein wenig. Es ist gar nicht so einfach für Temperaturen von -30 Grad bis +40 zu packen. Ich gehe jedoch davon aus, dass ich nichts vergessen werde.

Packen

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