Texas und New Orleans

Nach den musikalischen Hochburgen Nashville und Memphis ging es weiter dem Mississippi entlang nach Jackson. Wir verbrachten jedoch nur die Nacht dort und zogen gleich weiter nach Westen. Texas war das Ziel. In Dallas angekommen versuchten wir sogleich in die grosse Outlet Mall zu gelangen. Es blieb zunächst beim Versuch. Bei ca. 5 übereinander liegenden, 8-Spurigen Autobahnen war es sogar mit Navigationsgerät schwierig den richtigen Weg einzuschlagen. Mit etwas Verspätung schafften wir es doch noch. Natürlich durfte auch ein Besuch im 6th Floor Museum nicht fehlen. Der Geschichtsträchtige Ort, von wo aus JFK vor genau 50 Jahren erschossen war extrem beeindruckend. Auch die Southfork Ranch von der TV-Serie „Dallas“ besuchten wir. Und zu guter letzt besuchten wir noch ein Basketball-Spiel der „Dallas Mavericks“ mit dem auch bei uns bekannten „German Wunderkind“ Dirk Novitzki.
Nach 3 Tagen in Dalls zogen wir weiter nach Süden zu unserer 2. und auch letzten Destination in Texas: Houston. Leider spielte das Wetter nicht mit und wir mussten auf ein originales Rodeo verzichten. Wir nutzten jedoch das schlechte Wetter und begaben uns ins NASA Spacecenter und konnten auch den Raum betreten von wo aus alle Appollo Missionen und auch die Mondlandung koordiniert wurden. In Houston wurde es auch wieder mal Zeit die Wäsche zu waschen. Papa kam aus dem Staunen nicht mehr heraus als ich auch noch mit bügeln begann 🙂
Nach Texas ging es zurück nach Louisiana. New Orleans war die letzten Destination unseres Roadtrips. Viel frittierter Fisch, viel Regen, Angst vor einer neuen Katrina, Sumpftour, Raddampfertour und wieder Livemusik werden uns in Erinnerung bleiben. Morgen geht es mit dem Flieger weiter nach Miami von wo aus Papa dann in die Schweiz zurückfliegen wird.

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Chicago – Memphis

Nach den arktischen Temperaturen zogen wir also so schnell wie möglich in Richtung Süden – natürlich nachdem wir den halben Wallmart leergekauft hatten. Leider ist es uns ohne Mama immer noch nicht möglich gezielte Einkäufe zu tätigen: Süssigkeiten, Chips, Kühlbox (inkl. Bier) und 2 Früchte kauften wir ein :). Indianapolis mit dem berühmten Indy 500 Circuit war die erste Station unseres Roadtrips. Danach ging es weiter nach Cincinatti, wo wir jedoch nur übernachteten.
Weiter Richtung Süden standen diverse Weltbekannte Whiskeybrennereien auf dem Programm: Makers Mark, Jim Beam und natürlich Jack Daniels in Lynchburg. Wir mussten uns jedoch auf die geführten Touren konzentrieren und konnten nicht an allen „Tastings“ teilnehmen. Wir liessen es uns jedoch nicht nehmen den einen oder anderen Whiskey zu probieren 🙂
In Nashville angekommen zogen wir gleich los um die Stadt zu erkunden. Auf dem Weg dorthin kaufte ich von 2 zwielichten Gestalten noch Karten für ein Footballspiel. Leider war es saukalt und auch nicht zwingend spannend, weswegen wir schon vor Spielschluss das Stadion verliessen. Nashville wird uns jedoch wegen den tollen Livekonzerten in Erinnerung bleiben.
Nach Nashville stand unsere Reise ganz im Zeichen von Elvis Presley. Geburtshaus in Tupalo, Graceland, Sun Studios und Elvis-Shows in Memphis begleiteten unsere Reise bis hierhin. In den nächsten Tagen werden wir nach Westen fahren. Zuerst dem Mississippi entlang und danach nach Texas.

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New York und Chicago

New York
Endlich war es so weit. Nachdem mein Vater seit der Buchung die halbe Familie und wahrscheinlich auch das gesamte nähere Umfeld fast in den Wahnsinn getrieben hat stand die grosse Reise für Ihn über den noch grösseren Teich unmittelbar bevor. Auch ich musste eine fast so lange Reise von Seattle nach New York über mich ergehen lassen. Nach ca. 3 Stunden warten war es soweit. Er hatte alle Hindernisse (Zoll, Flug etc.) überwunden und kam aus dem Gate. Wir machten uns sogleich auf dem Weg in die Innenstadt von New York und checkten in unser völlig überteuertes Hotel ein!
Da wir nur knapp 3 Tage für eine Riesenmetropole hatten, wollte ich meinem Vater so viel wie möglich von dieser wundervollen Stadt zeigen. Es war also ein extrem strenges Programm und ich glaube, er war an jedem Abend ziemlich zerstört. Liberty Island, Ellis Island, Top of the Rock, Veterans Day Parade, Central Park, Times Square, Wall Street, Flatiron Building, Intreprid Museum, NHL Match, 911 Memorial und noch ein Treffen mit Derek den ich an einem Wochenende in Quebec kennengelernt hatte waren ein Monsterprogramm für knapp 3 Tage. Es hat sich jedoch gelohnt und wir haben extrem viel gesehen und viel lustiges erlebt. Ich musste mich auch ein wenig anpassen und meine Sprunghaftigkeit ein wenig Einschränken 🙂 Obwohl ich sagen muss, dass mein alter Herr auch sehr spontan ist und für jeden Seich zu haben ist (wusste ich ja eigentlich vorher schon).

Chicago

Nach einer ziemlich durchzechten Nacht mit Derek und meinem Vater hiess es am nächsten Morgen wieder Koffer packen. Nachdem wir ziemliche Troubles mit einem Taxifahrer hatten, welcher leider eine ziemlich hohe Busse erhalten hatte (weil er verbotenerweise vor unserem Hotel gehalten hatte) erwischten wir den Flug noch rechtzeitig. Wie bei meinem Vater üblich begleiteten uns Babygeschrei auf dem 2-Stündigen Flug! Er nahm jedoch auch das recht locker. In Chicago mussten wir dann unser Auto für die nächsten knapp 3 Wochen fassen. Leider war kein Jeep mehr verfügbar. Wir bekamen also die nächsthöhere Kategorie. In diesem Fall war es ein Familien-Van mit welchem wir eine halbe Fussballmannschaft transportieren könnten! In Chicago angekommen buchten wir unser erstes Hotel. Es war in Chinatown und bestach leider nicht gerade mit der Sauberkeit – für mich war es O.K. weil ich mich mittlerweile an schlimmeres gewöhnt bin. Mein Vater schlief jedoch zur Prävention vor Fusspilz mit den Socken 🙂 Chicago ist eine superschöne Stadt und viel sauberer als andere Grossstädte in den USA. Leider war es jedoch ca. 20 Grad zu kalt für mich (ich weigere mich noch immer eine Winterjacke zu kaufen) und somit zogen wir so schnell wie möglich weiter Richtung Süden.

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San Yuan Islands und Seattle

San Yuan Islands
Nach all den grossen Städten der Westküste wollten wir nach Portland noch ein wenig die Natur sehen. Nate gab uns den Tipp die San Yuan Inseln im Norden von Seattle anzusehen. Wir machten uns also am Nachmittag auf den Weg in Richtung Norden. Leider immer noch ohne funktionierende Scheibenwischer. Wir buchten das Ticket für die Fähre, doch leider waren wir etwas zu spät was bedeutete, dass wir ca. 3 Stunden auf die nächste Fähre warten mussten. Das Warten hat sich jedoch gelohnt. Schon vom Schiff aus sahen wir 2 Orcas. Leider war das Wetter nicht unbedingt besser als die Tage zuvor. Der Regen war unser ständiger Begleiter. Trotz des eisigen Wetters wagten wir uns in die Fluten und genossen ein Bad bei 2 Grad Aussentemperatur und ca. 6 Grad Wassertemperatur. Die San Yuan Inseln ähneln Vancouver Island und sind ein Touristenmagnet – jedoch nicht im November. Wir hatten praktisch die ganze Insel für uns alleine und genossen die Ruhe.

Seattle
Danach war es Zeit für meine letzte Destination an der Westküste. Seattle ist nicht nur der Hauptsitz von Microsoft und Boeing sondern auch die Stadt mit dem allerersten Starbucks-Cafe. Die 2 Stunden Wartezeit für einen Latte in der wahrscheinlich berühmtesten Starbucks Filiale ersparten wir uns jedoch. Seattle ist für mich auch die bisher Fussballverückteste Stadt in den USA. Wir verabredeten uns mit Patrick um das Playoff-Rückspiel der Sounders gegen Portland zu sehen. Das Pub war brechend voll und die Stimmung ausgelassen – fast wie in Europa. Am letzten Tag in Seattle spielte auch das Wetter wieder einmal mit. Ein wenig wehmütig verabschiedete ich mich mitten in der Nacht von meinen Temporären Reisegspänli Nath, Goose und Rory. Sie werden weiter nach Norden reisen.
Meine Reise wird mich zum Glück in den nächsten Wochen wieder in wärmere und vor allem sonnigere Regionen führen. Ich freue mich extrem auf die kommenden Besucher und Begleiter meiner Reise!!!

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Portland und Mount St. Helens

Die Reise nach Portland verlief leider nicht ganz ohne Probleme. Aus den geplanten 20 Stunden wurden ca. 24. Als wir in Sacramento den Zug wechseln mussten, stellte sich heraus, dass der Anschluss leider etwas Verspätung hat. „Etwas“ hiess in diesem Fall 4 Stunden und brachte mir meine erste Nacht in einer kalten Bahnhofshalle. Auf diese Erfahrung hätte ich gerne verzichtet.
Die Reise mit dem Zug verlief jedoch besser als erwartet. Die Sitze konnten zu einem Bett verstellt werden und mit meinen Filmen auf allen Devices konnte ich die Zeit recht gut totschlagen.
In Portland erwarteten uns bereits 2 weitere Aussies, welche wir in San Francisco kennengelernt hatten. Da in dieser Woche Halloween auf dem Programm stand, mussten wir uns natürlich noch Kostüme besorgen. Die Halloween Nacht war ziemlich ausgelassen und wir feierten bis in die Morgenstunden.

In San Francisco lernten wir noch einen weiteren Typen kennen, welcher uns in sein Sommerhaus nahe Portland einlud. Wir entschieden uns also die Nacht bei ihm und seiner Freundin zu verbringen. Ohne grosse Erwartungen machten wir uns also auf den Weg. Schon bei der Einfahrt zum Anwesen wunderten wir uns über die Privatbrücke zum Grundstück. Das Haus hatte ca. 15 Zimmer und einen Aussen- sowie einen Innenpool 🙂 Und das beste: Einen eigenen Zapfhahn in der Küche.
Danach wollten wir uns unbedingt noch den Vulkan Mount St. Helens ansehen. Da Nath und Goose einen Camper hatten lag es nahe die Nacht in der Wildnis zu verbringen. Leider machte uns das Wetter wieder einmal einen Strich durch die Rechnung. Es regnete wie aus Kübeln, was übrigens in diesem Teil der USA an 300 Tagen im Jahr normal ist, und zu guter Letzt fielen auch noch die Scheibenwischer aus. Leider sah man vom Vulkan gar nichts 😦 Wir fuhren also die nächsten 150 Meilen ohne Scheibenwischer bei strömendem Regen. Schliesslich fanden wir doch noch einen geeigneten Campingplatz und sogar der Wettergott war gnädig und verschonte uns über die Nacht mit Regen.

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San Francisco & Yosemite Nationalpark

San Francisco
Nach eher gemütlichen Tagen in Santa Monica nahmen wir den Bus in Richtung San Francisco. Wir sind übrigens Rory und ich – ein cooler Australier welcher die selbe Route  hat. Kurz vor der Abfahrt reservierten wir noch ein Hostel in San Francisco. Schon als wir da ankamen wunderten wir uns über das komische Wifi-Passwort: freebeer01. Unglaublich aber wahr. In diesem Hostel gab es ab 21:30 Uhr Freibier – täglich. So konnte man mit genügend Konsum des Gerstensafts den Preis für eine Nacht noch ein wenig korrigieren 🙂
Wir unternahmen viel und vor allem die Radtour wird mir noch eine Weile in Erinnerung bleiben. Natürlich musste es die Mammut-Radtour sein! Mit allen Umwegen, die wir leider nicht ganz freiwillig machten, war die gesamte Strecke schlussendlich ca. 60 Km lang! Das Freibier fand an diesem Abend ohne mich statt. Nichtsdestotrotz hat sich dieser Ausflug gelohnt. Schon zum 2. mal in meinem Leben konnte ich die Golden Gate Bridge ohne Nebel sehen.
Auch an den restlichen Tagen stand einiges auf dem Programm: Schokoladenfabrik, Lombard Street, Beer Pong Weltmeisterschaft, Fishermans Wharf, El Classico und Pier 39. Nach San Francisco ging es mit dem Zug weiter in Richtung Osten.

Yosemite Nationalpark
Leider war der Wettergott an diesen 3 Tagen überhaupt nicht auf meiner Seite. Schneesturm, Minustemperaturen und Regenschauer waren die treuen Begleiter. Wir liessen uns jedoch nicht entmutigen und versuchten das beste aus der Situation zu machen. Für mich war es sehr amüsant einen Australier zu beobachten, welcher das erste Mal Schnee in seinem Leben sah. Unverständlich für einen Schweizer 🙂
Zum Glück bot das Hostel einiges. Ich besuchte sogar meine erste Yogastunde! Leider kam es wie es kommen musste. Rory schlief nach ca. 5 Minuten ein und ich konnte mich nicht mehr einkriegen und bekam einen Lachanfall hoch 10! Zum Glück gab es noch einen Whirlpool – dort konnte man nicht viel falsch machen und negativ auffallen. Nach 3 Tagen verliessen wir Kalifornien in Richtung Norden. Eine knapp 20-stündige Reise mit dem Zug soll uns nach Portland bringen.

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Los Angeles

Surprise Surprise! Da stand ich also am Ausgang von Terminal 4 in Los Angeles und wartete schon 2 Stunden auf meine Freunde, welche von Hawaii kommen sollten. Leider verpasste ich sie aber irgendwie und so trafen wir uns dann für sie völlig überraschend am Gepäckband 🙂
Nach der Reise durch Kanada habe ich noch knapp 3 Wochen Zeit bis ich mit meinem Vater die USA unsicher machen werden. Ich entschied mich noch einmal etwas Sonne zu tanken und nach Kalifornien zu fliegen.
Am ersten Tag schauten wir uns das Hollywood-Zeichen von nahem an – natürlich auf einer Strasse welche eigentlich geschlossen gewesen wäre! Danach ging es weiter nach Santa Monica und an den verrückten Venice Beach. Tag 2 stand ganz im Zeichen von Essen. Cheesecakefactory und Mel’s Drive in liessen unsere Bäuche beinahe platzen.
Vor der Abreise der beiden schauten wir uns noch im „Hooters“ die Champions League Spiele des Tages an.
Danach hiess es auch schon wieder Abschied nehmen. Ich liess mich nach 2 Nächten in einem Hotelbett wieder in einem Hostel in Santa Monica nieder und hatte vor allem mit der Wäsche zu kämpfen 🙂 Meine Reise wird mich wieder nach Norden führen und ich werde die nächsten Tage in der Umgebung um San Francisco verbringen.

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Drive accross Canada Teil 2

Nach den eher langweiligen ersten 3’500 Km meiner Reise durch Kanada bin ich am Sonntag endlich in den Rocky Mountains angekommen. Mein erstes Ziel war die kleine Stadt Banff im gleichnamigen Nationalpark. Grösstenteils war ich in der Natur und trotz Warnungen traute ich mich ohne Bärenspray auf eine 5-Stündige Wandertour. Leider war nach knapp 2’500 MüM Schluss. Der Schnee lag bereits zu hoch und auch ein paar Wolfsspuren beunruhigten mich ein wenig.
Am 2. Tag stand endlich Lake Louise auf dem Programm. Ich kannte das Schloss von Lake Louise bereits von mehreren TV-Übertragungen, jedoch war es doch noch mal was anderes Live davor zu stehen. Auch die Aussicht auf den See war einfach nur atemberaubend.
Nach dieser sehr anstrengenden Wanderung um den Lake Louise stand ein weiterer Höhepunkt auf dem Programm. Die Strasse von Banff nach Jasper durch die beiden Nationalparks gilt als eine der schönsten der Welt. Und mir wurde nicht zu viel versprochen. Atemberaubende Berge, kristallklare Bergseen, Gletscher und Wälder säumten den Weg nach Jasper.
Von Jasper aus führte mich meine Reise weiter nach Kelowna. Dort wohnte ich 2 Nächte in einem ziemlich verrückten Hostel, in welchem ich nie sicher war, wer denn jetzt wirklich da arbeitet oder einfach nur Gast ist. Weintouren mit Deutschen und Biertouren mit Australiern prägten meine Tage in Kelowna.
Schliesslich stand die letzte Etappe meiner Reise auf dem Programm. Die knapp 400 Km nach Vancouver waren ein Katzensprung und da ich 2 Australier mitnahm, verging die Zeit wie im Flug. In Vancouver angekommen habe ich mich mit dem Besitzer des Autos am Flughafen für die Übergabe verabredet. Ich hatte also meinen ersten Job in Kanada erfolgreich abgeschlossen 🙂
Vancouver kenne ich nach der letzten Reise mit meiner Schwester bereits sehr gut. Der grosse Unterschied zum letzten mal ist, dass ich die Stadt jetzt ohne Regen und vor allem ohne Grippe zu sehen bekam.

Reiseroute (5149 Km – 56 Stunden)

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Drive accross Canada Teil 1

Wie bereits im letzten Eintrag angedeutet werde ich mit einem Auto (Dodge Charger 2009) von Montréal nach Vancouver fahren. Ich möchte in diesem Beitrag die ersten Tage dieser Reise vorstellen:

1. Etappe: 1’698 Km (Montréal – Sudburry – Thunder Bay)
Am Donnerstag Abend hatte ich endlich alles organisiert. Das Auto sollte mir am Freitag morgen um 07:00 übergeben werden. Trotz langer Recherche im Internet, traute ich der ganzen Sache noch immer nicht so richtig. Es schien einfach zu perfekt. Nachdem ich mich von meinen Freunden verabschiedet hatte, bestieg ich also im 21:00 Uhr den Greyhound-Bus in Richtung Ottawa/Sudburry. Ich nahm mir fest vor auch etwas zu schlafen. Schliesslich hatte ich ja am nächsten ein Monsterprogramm geplant. Leider schlief ich nur ca. 3 Stunden in dieser Nacht. Ich hoffte die ganze Nacht, dass das Auto auch wirklich auf mich wartet.
Tatsächlich stand das Auto wie beschrieben auf dem Parkplatz in Sudburry. Auch der Besitzer war anwesend und nach kurzem Besprechen ging es auch schon los. Ich nahm mir vor in den ersten Tagen ein wenig Zeit herauszuholen damit ich mir am Schluss noch in Ruhe die Rocky Mountains ansehen konnte. Die ersten 400 km der Etappe verliefen perfekt.
Bis zum exakt 403. Kilometer (Uhrzeit 11:11 Uhr – meine Hasszeit).
Ich bin nun schon ein paar Tausend Kilometer in Nordamerika gefahren und leider wurde ich bis jetzt auf jeder Reise mindestens einmal von einem Polizisten angehalten. Leider auch diesmal.  Leider hatte ich  ein Baustellen-Schild übersehen und bin ein wenig zu schnell gefahren. Der nette Officer überreichte mir mit einem Lächeln mein „Speeding-Ticket“ 😦
Danach ging es aber zügig weiter. Trotz des Schlafmangels wurde ich nicht müde und erreichte nach ca. 13 Stunden mein Ziel. Die erste Etappe führte mich durch endlose Wälder, an ca. 1000 Seen vorbei und schliesslich nach Thunder Bay. Es ist schon unglaublich, wie gross das Land ist. Ich bin ca. 24 Stunden unterwegs gewesen und bin noch nicht mal durch die ganze Provinz Ontario gekommen 🙂

 

2. Etappe: 1’284 Km (Thunder Bay – Regina)
Die 2. Etappe war eigentlich nur bis nach Winnipeg geplant. Es lief aber alles so gut und da man in Manitoba und Saskatchewan 110 fahren durfte war ich auch noch ein wenig schneller als am Tag zuvor. Zuerst durchfuhr ich noch den Rest von Ontario um danach weiter durch Manitoba in Richtung Winnipeg zu fahren. Dort angekommen fühlte ich mich noch nicht müde und so entschied ich bis nach Regina weiterzufahren. Ohne es zu merken habe ich sogar 2 Zeitzonen passiert. Irgendwie fühtle ich mich, als ob ich einen Jetlag hatte!

Somit habe ich also in knapp 2 Tagen 2300 Km gefahren und kann ab Calgary die Rocky Mountains geniessen.

3. Etappe: 881 Km (Regina – Calgary – Banff)
Die dritte Etappe startete ich morgens um 06:30 in Regina. Zum ersten Mal fühlte ich, dass der Winter auch in Kanada langsam aber sicher vor der Türe steht. Am morgen hatte ich das erste Mal Frost an meinen Autoscheiben. Die Strecke von Regina bis nach Calgary glich den letzten 500 km des Vortages. Geradeaus, Pampa, Prärie, Kühe und vor allem totale Einsamkeit. Ich habe mir mehrere Male vorgestellt, wie lange es bei einem Unfall wohl dauern würde, bis Hilfe da ist. Zum Glück musste ich es nicht herausfinden. Spätestens als Calgary in Sicht kam und vor allem dahinter die imposanten Ausläufer der Rocky Mountains begann mein Herz schneller zu schlagen. Nach knapp 2 Monaten hatte ich endlich wieder einmal „richtige“ Berge im Visier.
Zuerst plante ich eigentlich eine Nacht in Calgary zu bleiben um erst am nächsten Morgen weiter nach Banff zu fahren. Aufgrund von Thanksgiving war die Stadt jedoch wie ausgestorben und sogar meine bevorzugte Hostelkette hatte geschlossen. Es dauerte nicht lange bis ich mich schliesslich entschied, schon am gleichen Abend in den Banff Nationalpark zu fahren.
An den Strassen sah ich unzählige Schilder von Ortschaften, die ich bereits von diversen Sportübertragungen im TV kannte: Nakiska, Lake Louise usw.
Seit ich vor ein paar Jahren diverse Bücher von Jack London, Nicolas Vanier usw. verschlungen habe, zieht mich diese Wildnis magisch an. Ich habe nun knapp eine Woche Zeit die Rocky Mountains zu erkunden. Mein Ziel am Anfang dieser Reise war es zumindest einen Walfisch und einen Bären zu sehen, leider habe ich bis jetzt erst 50% erreicht.

Die grösste Distanz meiner Reise durch Kanada habe ich in knapp 3 Tagen bereits hinter mich gebracht. Es war zum Teil sehr streng und nach ca. 12 Stunden am Stück im Auto war ich nahe am durchdrehen. Selbstgespräche, sentimentales Schweigen, überschwängliches Mitsingen zur Musik und wieder Selbstgespräche waren die häufigsten Symptome des Wahnsinns, welche nach ca. 10 Stunden am Stück auftreten 🙂

Auf diesem Weg möchte ich mich auch noch ganz herzlich bei bei David Smaller von Canada DriveAway bedanken. Erst durch diese Firma war und ist dieser Trip überhaupt möglich.

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Die letzten Wochen in Montréal

Nun ist sie bereits vorbei. Meine Zeit in Montréal. Es war eine schöne Zeit, obwohl etwas anders als erwartet. Die Stadt und auch das Land sind einfach nur atemberaubend.
In den letzten beiden Wochen hat sich die Stadt und vor allem die Laubbäume extrem verändert. Der Indian Summer hat begonnen und ich hoffe, er bleibt noch bis zum November.
Wir haben hier in Montréal ein neues Hobby entdeckt: Lazerquest! Mittlerweile war ich schon mehrmals in der Arena und ich glaube ich könnte es bereits mit dem legendären Barney Stinson aufnehmen.
Die letzte Woche war extrem stressig, da ich meinen Trip an die Westküste organisieren musste. Es scheint nun aber doch eine gute Lösung zu geben. Ich bekommen von einer Firma ein Auto gestellt. Einzige Bedingung: Ich muss in 8 Tagen von Toronto nach Vancouver (5’000km) fahren 🙂 Wird extrem streng, aber ich liebe ja Herausforderungen und dadurch erspare ich mir lange Busfahrten und vor allem viel Geld.
In Vancouver erhalte ich dann ein neues Auto um mir noch die Rocky Mountains anzusehen. Ich starte also am Freitag ein „Race across Canada“ 🙂

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