Nach den eher langweiligen ersten 3’500 Km meiner Reise durch Kanada bin ich am Sonntag endlich in den Rocky Mountains angekommen. Mein erstes Ziel war die kleine Stadt Banff im gleichnamigen Nationalpark. Grösstenteils war ich in der Natur und trotz Warnungen traute ich mich ohne Bärenspray auf eine 5-Stündige Wandertour. Leider war nach knapp 2’500 MüM Schluss. Der Schnee lag bereits zu hoch und auch ein paar Wolfsspuren beunruhigten mich ein wenig.
Am 2. Tag stand endlich Lake Louise auf dem Programm. Ich kannte das Schloss von Lake Louise bereits von mehreren TV-Übertragungen, jedoch war es doch noch mal was anderes Live davor zu stehen. Auch die Aussicht auf den See war einfach nur atemberaubend.
Nach dieser sehr anstrengenden Wanderung um den Lake Louise stand ein weiterer Höhepunkt auf dem Programm. Die Strasse von Banff nach Jasper durch die beiden Nationalparks gilt als eine der schönsten der Welt. Und mir wurde nicht zu viel versprochen. Atemberaubende Berge, kristallklare Bergseen, Gletscher und Wälder säumten den Weg nach Jasper.
Von Jasper aus führte mich meine Reise weiter nach Kelowna. Dort wohnte ich 2 Nächte in einem ziemlich verrückten Hostel, in welchem ich nie sicher war, wer denn jetzt wirklich da arbeitet oder einfach nur Gast ist. Weintouren mit Deutschen und Biertouren mit Australiern prägten meine Tage in Kelowna.
Schliesslich stand die letzte Etappe meiner Reise auf dem Programm. Die knapp 400 Km nach Vancouver waren ein Katzensprung und da ich 2 Australier mitnahm, verging die Zeit wie im Flug. In Vancouver angekommen habe ich mich mit dem Besitzer des Autos am Flughafen für die Übergabe verabredet. Ich hatte also meinen ersten Job in Kanada erfolgreich abgeschlossen 🙂
Vancouver kenne ich nach der letzten Reise mit meiner Schwester bereits sehr gut. Der grosse Unterschied zum letzten mal ist, dass ich die Stadt jetzt ohne Regen und vor allem ohne Grippe zu sehen bekam.
Reiseroute (5149 Km – 56 Stunden)