Natürlich will ich mir in Montréal auch die kulturellen Sehenswürdigkeiten ansehen. Nachdem bereits der Blick über den Botanischen Garten berichtet hatte entschlossen wir uns diesen ebenfalls anzusehen. Leider kamen wir etwas zu spät an und mussten uns extrem beeilen um den ganzen Park zu sehen. Bei Dunkelheit sollte es noch eine Lichtshow geben, leider hatten wir das etwas falsch verstanden. Anstatt einer atemberaubenden Lasershow mit Feuerspeienden Drachen etc. wurde nur ein Wasserfall beleuchtet.
Gleich nach den letzten Prüfungen am Freitag nahm ich den Bus und fuhr in die Hauptstadt von Kanada: Ottawa
Ottawa wurde auf Befehl der Queen Hauptstadt Kanadas, da sich die beiden Metropolen Toronto und Montréal nicht einigen konnten und das Land daran zu zerbrechen drohte.
Ich brauchte bereits am Ticketschalter extrem viel Geduld, bis ich mein Ticket endlich bekam. Die Dame hinter dem Schalter wäre in der Schweiz wahrscheinlich schon ca. 10 Jahre pensioniert. Zu allem übel hatte sie auch noch ihren 1. Tag und hatte keine Ahnung vom System. Zum Glück kenne ich mich nach mehreren Jahren im Büro mit den Programmen von IBM und SAP immer noch sehr gut aus. So kam es, dass ich schlussendlich hinter dem Schalter stand und mein Ticket selber ausdruckte 🙂 Die Dame bot mir danach an, in Zukunft jeweils Freitags die Grammatikprüfungen für mich zu schreiben wenn ich im Gegenzug die Tickets für 2 Stunden ausdrucke. Ich lehnte dankend ab.
In Ottawa angekommen verirrte ich mich zuerst bei strömenden Regen und irrte ca. 2 Stunden durch die Stadt. Mein Ziel das Hostel ohne iPhone zu finden musste ich leider aufgeben. Umso mehr freute ich mich jedoch als ich dann endlich am Ziel ankam. Es war tatsächlich wie im Lonely Planet beschrieben. Ein Gefängnis. Nicht einmal in der Armee nächtigte ich auf so engem Raum. Knapp 8m2 für 4 Personen sind dann schon ein wenig eng. Es war jedoch interessant und unheimlich eine Nacht in einem echten Gefängnis zu verbringen.
Ansonsten hat Ottawa nicht allzu viel zu bieten. Das Parlament und weitere Regierungsgebäude habe ich mir angesehen. Wahrscheinlich wäre es bei schönem Wetter besser gewesen, leider war mir der Regengott bei diesem Ausflug nicht treu und es regnete wie aus Kübeln.